Baron Eduard von Falz Fein aus Lichtenstein
zahlt dem Finder des Bernsteinzimmers 500.000$ Finderlohn

 

1970 gründete Baron Eduard von Falz-Fein (geboren 1912) den Bernstein-Zimmer-Klub. Seine Villa "Askania Nova" im Fürstentum Liechtenstein war "Zentrale" und Kommunikationsmittelpunkt. Nach dem Bernsteinzimmer gefragt, berichtet er:

Ich war damals fünf Jahre alt. Mein Großvater lud meine Mutter und mich im Sommer 1917 in seinen Sommersitz nach Zarskoje Selo ein. Mit ihm sind wir im Zarenpalast zu Gast gewesen, wo uns auch das Bernsteinzimmer vorgeführt wurde. Ich war so fasziniert, daß ich noch heute das Bild vor Augen habe. Ich muss gestehen, dass ich nach dem Kriege überhaupt nicht wußte, dass das Bernsteinzimmer verschollen war. 1970 erhielt ich dann Besuch vom Kriminalschriftsteller Julian Semjonow. Er hatte gehört, dass ich mich dafür einsetzte, dass geraubte Kunst nach Russland zurückgeführt wird und bat mich um Unterstützung bei der Suche. So entstand der Bernsteinzimmer-Klub, in dem jedes Mitglied auf seinem Forschungsgebiet und in seinem Land Informationen zusammentragen sollte.

Georg Stein war unser aktivstes Mitglied und ein besonderer Mensch. Er hat mich oft besucht und sogar längere Zeit bei mir gelebt. Stein opferte sein Leben der Suche nach dem Bernsteinzimmer, die eine Lebensaufgabe für ihn war. Die Nazis hatten seine Eltern ermordet und er wollte Revanche. Vielleicht hätte ich seinen Tod verhindern können, denn kurz davor lebte er bei mir. Dann musste ich nach Berlin als Korrespondent einer Pariser Sportzeitung und nahm Stein bis München mit, wo ich ihn mit ungutem Gefühl zurückliess. Von seinem Tod erfuhr ich später in Berlin.

Der Bernsteinzimmer-Klub existiert heute nicht mehr. Ausser Günter Wermusch und Phillip Remy, mit denen ich noch losen Kontakt habe, sind alle längst tot. Ich bin jetzt 83 Jahre alt und habe genug für die Schatzsuche getan. Aber es kommen immer wieder Anfragen nach finanzieller Hilfe für Grabungen. Ich habe das früher häufig gemacht, weil mir das Bernsteinzimmer als ein für Russland wichtiges Kulturgut sehr viel wert ist. Ich finanziere heute niemand mehr, bin aber nach wie vor bereit, dem Finder Geld zu zahlen. Ich setze hiermit einen Preis von einer halben Million Dollar für denjenigen aus, der das Bernsteinzimmer findet...

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