Hans Stadelmann aus Weimar
untersuchte das Gauzentrum in Weimar

Stadelmann glaubt wie viele, dass das Bernsteinzimmer ein Teil der Raubsammlung des Gauleiters Koch war und als solches nach Weimar kam, wo es aber seiner Meinung nach verblieb. Stadelmann forscht seit vielen Jahren. Als "Augenzeuge" des WWII hat er interessante Erinnerungen behalten. Er ist heute absolut sicher, dass die Keller im Gauforum in Weimar Geheimnisse birgen. Unglücklicherweise hat die Untersuchung der Stätte durch verschiedene Stellen keine positiven Ergebnisse gebracht... Stadelmann hat auch Hinweise auf Tunnel in einem Steinbruch des KZ Buchenwald, was der Regierung bekannt ist, die aber kein Interesse zeigt. 

Stadelmanns Appell

Deutschland muss die Suche nach verlorenen Kunstschätzen fördern

1991 - ein Appell - aber eine Luftblase. Gebt uns das Bernsteinzimmer zurück, dann werden wir den "Schatz des Priamos" zu finden wissen, so Irina Antonowa, Direktorin des Puschkin-Museums in Moskau und "grosse alte Dame" der russischen Museumswelt.
Der Schatz des Priamos wurde gefunden, aber was wurde von uns Deutschen getan, "geheime Kunstgutlager" auf Deutschem Boden ausfindig zu machen? Es wurde alles aufgelistet, 200.000 Kunstobjekte, zwei Millionen Bücher, 3.000 Meter Archivgut, - Beutekunst des Zweiten Weltkriegs in russischem Besitz. Zwei Weltkriege haben unzählige Menschenleben gefordert, Kunst- und Kulturgüter der ganzen Welt wurden vernichtet. Um Krieg zu führen und um Kulturgüter zu vernichten, war Geld vorhanden. Heute scheitert jede einzuleitende Suchaktion am Geld.
Deutsche Kulturverantwortliche, aber auch das gesamte Deutsche Volk wurde mit der Nachricht überrascht: Russisches Parlament will Beutekunst nicht mehr zurückgeben. Nun meine Frage an unsere Kulturverantwortlichen:

Was wurde von Deutscher Seite unternommen, Kunst- und Kulturgüter, von uns Deutschen als Kriegsbeute aus allen besetzten Gebieten nach Deutschland gebracht, aufzufinden oder die Suchaktionen nach "verschollenen" Kunst- und Kulturgütern zu fördern? Kann man alles auflisten, was von den Deutschen Kunsträubern aus den Reihen der Nationalsozialisten aus dem Osteuropäischen Raum nach Deutschland verschleppt wurde? Wir sollten einen Beitrag zur Wiedergutmachung leisten.

Ich befasse mich seit sechs Jahren in meiner Freizeit mit Nachforschungen zum Verbleib von "verschollenen" Kunstgütern.
Wir bekommen für unsere Suchaktionen und Nachforschungen kein Geld, erhalten aber Zustimmung und Anerkennung in der ganzen Welt. Von unseren Kulturverantwortlichen dagegen gibt es nur Gelächter. Seit Jahren berichten die Medien, nicht nur in Deutschland, von unserer Sucharbeit. Wir stehen in Kontakt mit in- und ausländischen Institutionen, haben Verbindungen zu amerikanischen Archiven und uns berichten Russische Kunstexperten. Das macht uns stark. Wir sind dankbar für jede Information. Besonderer Dank gilt den vielen Zeitzeugen, die uns ihre Erlebnisse schildern. Wo im Geheimen versteckt wurde, steht nirgends geschrieben. Wir arbeiten alle Informationen auf und sind uns ganz sicher, über die Erfolge unserer Arbeit berichten zu können. Herzlichen Dank denen, die bisher unsere Arbeit durch Wort und Tat grosszügig unterstützten und uns bei unseren Recherchen zur Seite standen.

Unser Appell an das Russische Parlament: Wir werden weitersuchen, suchen nach "verschollenen" Russischen Kulturgütern in Geheimdepots auf Deutschem Boden, mit der Bitte, gebt zurück, was in Deutsche Museen und Archive gehört.

Hans Stadelmann - Weimar, den 10. Juli 1997

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Hans Stadelmann verstarb 2015 nach langer Krankheit. Er hat sein Leben der Suche nach verschollener Kunst gewidmet. Wir werden ihm ein ihrendes Andenken bewahren!

 

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